Tradition verpflichtet
  Tradition & Sortenvielfalt

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Wurst hat in Deutschland eine lange Tradition und ist Ausdruck regionaler Vielfalt.

Heute werden in Deutschland etwa 1.500 Wurstsorten hergestellt. Deutsche Wurst erfreut sich dank dieser Sortenvielfalt und ihrer hohen Qualität im In- und Ausland großer Beliebtheit. Das war schon früher so. Bereits 1769 wurde die Göttinger Mettwurst nach Holland, England, Dänemark, Schweden, Rußland, in die Türkei und sogar nach Indien exportiert.

Die Beliebtheit der Wurst hat schon im Mittelalter dazu geführt, dass von den Ratsherren Vorschriften über das Wurstmachen erlassen wurden. So bestimmte die Marktordnung von Landshut vom Jahr 1256, dass Würste nur aus gutem Schweinefleisch hergestellt werden durften. Auch heute regeln Gesetze, Verordnungen und Leitsätze die Wurstherstellung und gewährleisten so eine hohe Qualität.

Bei traditionell hergestellter Wurst werden nur Fleisch, Speck, Gewürze, Salz, Trinkwasser sowie spezielle Lebensmittel wie Ei, Milch und Käse, Pilze, Paprika und Pistazien verwendet.

Leber-, Blut- oder Zungenwurst enthalten, der Name deutet bereits daraufhin, die Bestandteile Leber, Blut bzw. Zunge. Ausnahmen von dieser Regel gelten nur für regionale Spezialitäten, wie etwa Kartoffeln für den Pfälzer Saumagen oder Hafergrütze für die niedersächsische Grützwurst.

Als qualitätsbestimmender Bestandteil der Wurst ist ein Mindestgehalt an Fleischeiweiß ohne Bindegewebseiweiß, also an schierem Muskelfleisch (Magerfleisch), für fast jede Wurstsorte vorgeschrieben. Fleischeiweiß besteht aus dem Eiweiß im schieren Muskelfleisch und im Bindegewebe. Reines Muskeleiweiß ist besonders hochwertig. Je höher sein Anteil an der Wurst, desto höher ist ihre Qualität. Deutsche Wurst darf also nicht mit billigen Zutaten, die einen hohen Fleischanteil vortäuschen, verlängert werden.

Die Zusammensetzung der Fleischerzeugnisse ist in den Leitsätzen für Fleisch und Fleischerzeugnisse des Deutschen Lebensmittelbuches festgelegt. Erzeugnisse, die von diesen strengen Regeln abweichen, müssen entsprechend kenntlich gemacht werden und dürfen mit den bekannten traditionellen Produktbezeichnungen nicht benannt werden.

Wer Wurst aus Deutschland kauft, kann sicher sein, ein hochwertiges Fleischerzeugnis zu erhalten.

Wurst liefert wichtige Nahrungsbestandteile wie hochwertiges Eisen, Vitamine (vor allem Vitamin A, B1, B2, B6 und B12), leicht verdauliches Eiweiß und die essentiellen Aminosäuren sowie Mineralstoffe (z. B. Magnesium, Zink und Selen).

Wurst ist ein notwendiger Bestandteil einer vollwertigen, ausgeglichenen Ernährung.

Für die Wurstherstellung wird das Fleisch entbeint, soweit nötig von Sehnen befreit, mehr oder weniger stark zerkleinert und mit den anderen Zutaten vermischt. Das so gewonnene Brät wird mit genauen Mengen Salz und Gewürzen abgeschmeckt und in Hüllen gefüllt. Als Wursthüllen dienen üblicherweise Naturdärme oder auch Kunsthüllen. Nach der Art der Herstellung und der verwendeten Zutaten unterscheidet man zwischen Rohwürsten, Brühwürsten und Kochwürsten.

Lesen Sie mehr dazu unter dem Punkt Herstellung.

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